Minirakete - Eine Seite von Gefry

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Minirakete

Erinnerungen

Ich muß so um die 12 Jahre alt gewesen sein. Damals wurde viel über Raketen berichtet, so z.B. in der Zeitschrift "Hobby". Also plante ich eine Minirakete mit Hilfe einer Kugelschreibermine zu basteln.

Leere Kugelschreiberminen waren schnell besorgt. Doch wie bekommt man die Mine in die Luft? Von Chemie hatte ich zwar keine Ahnung, aber irgendwie mußte ich das hinkriegen. Also suchte ich zu Hause, was sich dafür eignen würde. In die Hände fielen mir Wunderkerzen. Von ihnen  entfernte ich mit meinem Fahrtenmesser das ganze graue Zeug, zerstampfte es mit einem Stein und stopfte es mittels einer aus Mutters Nähkasten gemopsten Stricknadel in eine Kugelschreibermine. Ich zündete eine Kerze an und hielt das Ende der Mine in die Kerzenflamme. Es sprühte ein paar Funken, aber das war es schon. Die Mine hatte sich keinen Millimeter in meiner Hand bewegt. Auch mehrere weiter Versuche mit verschiedenen Mengen von dem grauen Zeug führten zu keinem besseren Ergebnis. Als einziges verbrannte ich mir Zeigefinger und Daumen an der Stelle, an der ich die Mine hielt.

Was tun? Die Kerze hatte ich mittels Streichhölzern entzündet. Irgendwo hatte ich gehört, daß die Köpfe der Streichhölzer aus Schwefel bestehen. Mit dem Fahrtenmesser wurden eine ganze Reihe Streichhölzer von ihren Köpfen durch kratzen und schaben befreit. Nun hatte ich zwei Stoffe die brannten, stanken und blitzten zur Verfügung. Mehrere Mischungen wurden ausprobiert, bis oh Wunder, die Mine sich aus meiner Hand unterer Hinterlassen eines Sternenregens in die Luft erhob. Ich war begeistert. Leider konnte ich diesen Erfolg nicht mehr wiederholen und stellte nach ein paar weiteren Tagen die Versuche endgültig ein.  

Bitte nicht nachmachen. Hat bei mir damals auch nur einmal erfolgreich funktioniert. Im Übrigen sind die heutigen Streichhölzer keine Schwefelhölzer mehr.

 
 
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